Sondertransformatoren

Sondertransformatoren und Reaktoren

Transformatoren für spezielle Netz- und Prozessaufgaben

Filtertransformatoren, Erdungstransformatoren, amorphkernbasierte Transformatoren und Shunt-Reaktoren werden nicht aus einem Standardkatalog gewählt. Funktion, Belastung und Schutzkonzept bestimmen die Konstruktion.

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Sondertransformatoren und Produktgruppen

Filtertransformatoren

Ölgefüllte Sondertransformatoren für elektrostatische Filteranlagen, beispielsweise in Zement-, Metall-, Kunststoff- und Kraftwerksprozessen.

Erdungstransformatoren

Schaffen einen definierten Sternpunkt beziehungsweise einen Pfad für Nullsystemströme in Netzen ohne zugänglichen Neutralpunkt – bis 36 kV und 2.500 kVA projektbezogen.

Amorphkern-Transformatoren

Ausführungen mit besonders niedrigen Leerlaufverlusten für Anwendungen mit hoher Betriebsdauer und starker Lebenszyklusgewichtung – bis 36 kV und 2.500 kVA. Mehr zu Amorphkern-Transformatoren →

Shunt-Reaktoren

Induktive Kompensationsgeräte zur Aufnahme kapazitiver Blindleistung, beispielsweise in Kabelnetzen und Kompensationsanlagen – 34,5 kV und 1–5 MVAr projektbezogen.

Prozessspezifische Ausführungen

Wicklungen, Impedanz, Isolation, Anschlüsse, Kühlung und Schutz werden auf die elektrische Last und den Betriebsfall abgestimmt.

Retrofit und Ersatz

Nachbau innerhalb definierter Einbauräume mit Abgleich von Anschlüssen, Fundament, Verlusten, Schutz und Schnittstellen. Zur Retrofit-Bewertung →

Welche Informationen werden benötigt?

  • Funktion im Netz oder Prozess
  • Einlinienschema und Lastcharakteristik
  • Spannung, Leistung beziehungsweise Blindleistung
  • Frequenzspektrum, Oberschwingungen und Schalthäufigkeit
  • Kurzschluss- und Überlastfälle
  • Aufstellung, Kühlung und Umgebungsbedingungen

Warum die Funktionsbeschreibung entscheidend ist

Bei Sondertransformatoren reicht ein Typenschild selten aus. Der elektrische Zweck, die Belastungszyklen und die Wechselwirkung mit Umrichtern, Filtern oder Kompensationsstufen müssen verstanden werden.

Empfehlung:
Vorhandene Stromlaufpläne, Lastkurven, Messdaten und Bestandsunterlagen mit der Anfrage bereitstellen.
Was ist ein Erdungstransformator?

Er stellt in einem Netz ohne zugänglichen Sternpunkt einen definierten Neutralpunkt und einen Pfad für Erdschlussströme bereit.

Wann lohnt sich ein amorpher Kern?

Vor allem bei langen Betriebszeiten und hoher Gewichtung der Leerlaufverluste. Die Wirtschaftlichkeit hängt vom Lastprofil und der Kostenbewertung ab.

Wofür wird ein Shunt-Reaktor eingesetzt?

Er kompensiert kapazitive Blindleistung und hilft, Spannung und Leistungsfaktor in Kabel- oder Kompensationsnetzen zu kontrollieren.

Ergänzend: Individuelle Schutztechnik für Sonderanwendungen in Industrieanlagen finden Sie bei trafoschutzrelais.de.

Sonderaufgabe technisch beschreiben

Übermitteln Sie Funktion, Netzparameter und vorhandene Unterlagen über die Projektanfrage.

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Sondertransformatoren aus der Netzaufgabe ableiten

Sondertransformatoren beginnen nicht mit einer Standardleistung, sondern mit einer präzisen Funktionsbeschreibung. Ob Filtertransformator, Erdungstransformator, amorphkernbasierte Ausführung oder Reaktor: Netzberechnung, Lastspektrum, Oberschwingungen, Schaltvorgänge und zulässige thermische Beanspruchung bestimmen die Konstruktion. Deshalb werden Betriebsfälle und Grenzwerte vor der Angebotseinholung nachvollziehbar dokumentiert.

Sondertransformatoren für Netz- und Prozessaufgaben

Filter- und Erdungsaufgaben

Bei Filteranwendungen sind Frequenzspektrum, Stromoberschwingungen, Gleichanteile und mögliche Resonanzen anzugeben. Erdungstransformatoren werden nach Netzform, gewünschtem Sternpunktverhalten, Fehlerstrom, Beanspruchungsdauer und gegebenenfalls angeschlossenem Widerstand ausgelegt. Die thermische Kurzzeitfestigkeit kann hierbei wichtiger sein als eine klassische Dauerleistung.

Shunt-Reaktoren und Kompensation

Shunt-Reaktoren begrenzen kapazitive Blindleistung in Kabel- und Freileitungsnetzen. Für die Spezifikation werden Spannungsebene, MVAr-Leistung, Schalthäufigkeit, zulässige Toleranzen, Geräuschgrenze und Schutzkonzept benötigt. Netzsimulation und Schaltstudie können zusätzliche Anforderungen an Isolationskoordination und Einschaltverhalten ergeben.

  • alle normalen und außergewöhnlichen Betriebsfälle beschreiben
  • Strom- und Spannungsspektren sowie Kurzzeitbeanspruchung angeben
  • Mess-, Schutz- und Überwachungsschnittstellen festlegen
  • Nachweise und projektspezifische Prüfungen vereinbaren

Für Reaktoren und verwandte Sonderaufgaben ist die IEC 60076-6 eine wichtige technische Referenz. Die endgültige Auslegung folgt stets den konkreten Netzdaten und Betreiberanforderungen.